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Auch wenn Kelten in dieser Region gelebt haben wird den Römern
die Erbauung von Argentoratum zugeschrieben, als
diese im Jahre 12 v. Chr. Ein befestigtes Lager errichten. Dieses
Lager war eines derer welche zur Verteidigung gegen die Germanen
gebaut wurden. Um das Lager wird die Stadt gebaut welche im Laufe
der Zeit mehrmals zerstört wird. Die schlimmste Verwüstung
wurde 451 von Attila veranlasst.
Die Stadt wird 496 von den Franken restauriert und Strateburgum
genannt. Argentoratum ist eine der wenigen Städte der Region
welche einen Bischoff hat, der die Stadt regiert.
Während des 8. und 9. Jhd blüht die Stadt auf, die Bevölkerung
verdoppelt sich, eine neue Kathedrale wird gebaut und der Handel
entwickelt sich unter der Regierung des Bischoffs. Neue Gemeinden
bilden sich. Karl der Kahle und Ludwig der Deutsche verbünden
sich 842 gegen ihren Bruder Lothar, als es um die Aufteilung des
Kaiserreiches von Karl dem Grossen geht. Sie verfassen den strassburger
Eid in romanischer (später französischer) und
tudesker (später deutsch) Sprache. Dieses Dokument ist das
älteste welches in diesen Sprachen verfasst wurde. Im Jahre
843 spricht das Abkommen von Verdun Strassburg
Lothar zu. Nach seinem Tode bekommt Germanien die Stadt.
962 bekommt Strassburg das Recht auf Justiz und Münzen zu prägen.
Die Stadt entfaltet sich weiter. Eine neue Stadtmauer wird während
des 12. Jhd gebaut und im nächsten Jahrhundert erweitert. Das
Bürgertum, welches keinerlei Macht besitzt, möchte an
der Politik teilhaben und bekommt 1214 das Recht einen Rat zu gründen
und übernimmt 1262 die Herrschaft. Es folgt nun eine Zeit der
Unruhe. Zwei rivalisierende Familien, die Zorns und die Mullenheims,
treiben die strassburger Bürger in den Bürgerkrieg. Die
Herrschaft geht nun an die Händler.
Nach dieser langen unruhigen Zeit wird während des 15. Jhd
die Politik umstrukturiert : der Stadtrat stützt sich auf den
Rat der 13, der 15 und der 21; ein Ammeister (Bürgermeister)
wird vom Stadtrat und vier Stettmeister werden vom Adel ernannt.
Es leben zu dieser Zeit mehr als 16 000 Einwohner
in der Stadt. Münzen werden hier geprägt. Die Stadt erhält
den Status einer freien Kaiserstadt und wird zum Fürstentum.
Die Stadt blüht auch intellektuell auf : Gutenberg
erfindet die Druckkunst. Die Stadt wird zum Zentrum
der Druckerei und gibt die Kunst an ganz Europa weiter. Strassburg
ist ein wichtiges Zentrum des Humanismus und viele
Bedeutende Persönlichkeiten kommen in die Stadt: Sebastian
Brand, Jean Geiler aus Kaysersberg und –Jacques Wimpheling.
Die Stadt nimmt 1524 die Reformation an und gibt den Protestanten
Kirchen. Strassburg nimmt religiöse Abweichler
auf und verbreitet deren Ideen durch die Druckerei. Die Stadt erreicht
ihren Höhepunkt...
Aber die Kriege führen zum Verfall. Der katholische
Kaiser Karl des 5 kämpft gegen die protestantischen
Prinzen und deren Alliierte (Strassburg). Die Protestanten werden
niedergeschlagen und die Kathedrale sowie zwei Kirchen werden an
die Katholiken zurückgegeben. Die Stadt wird auch von
finanziellen Problemen geplagt.
Der Dreissigjährige Krieg, europäischer
Religionskrieg zwischen Protestanten und Katholiken, bricht 1618
aus. Das Elsass wird verwüstet aber Strassburg hält sich
aus de Konflikt heraus. Nach Ende des Krieges, durch das Abkommen
von Westphalen 1648, wird das Elsass Frankreich zugesprochen,
aber Strassburg bleibt freie Kaiserstadt. Die geschwächte Stadt
ist isoliert und weiss dass sie nichts von dem besiegten Kaiserreich
zu erwarten hat. Als sie von den Truppen Ludwig des 14.
belagert wird kapituliert die Stadt und wird französisch. Trotzdem
behält sie die meissten ihrer Privilegien. Strassburg, Bastion
am Rhein, ist für Frankreich strategisch wichtig und nimmt
eine grosse Garnison auf.
Diese Annexion ist der Anfang einer neuen Blüte. Die Stadt
wird zur Hauptstadt der Region, ihre Universität
zieht grosse Namen, wie z. B. Goethe an, und das Bürgertum
bereichert sich und baut schöne Häuser.
Die Revolution von 1789 wird von der Bevölkerung
gut aufgenommen und die neuen Institutionen werden schnell angenommen.
Trotzdem wird Strassburg während dieser Zeit von der allgemeinen
Unruhe erfasst. 1792 komponiert der Hauptmann Rouget de
l’Isle ein Lied für die rheinische Armee, welche
zur Nationalhymne (Marseillaise) wird. Die napoleonische
Ära bringt den Aufschwung wieder zurück welcher bis 1870
andauert. Deutschland annektiert das Elsass und einen Teil von Lothringen.
Während der Belagerung wird die Stadt stark verwüstet.
Deutschland will Strassburg zu einem Zeichen seiner Macht machen.
Die Stadt wird zur Hauptstadt des Reichslandes Elsass-Lothringen
erhoben. Mehrere Bauwerke werden im deutschen Viertel errichtet:
die Bibliothek und der Universitätspalast, der Bahnhof, die
Post, das Parlament,...
Die Stadt wird zur grossen Industriestadt, ihre
Bevölkerung steigt auf das doppelte an und das intellektuelle
Leben kehrt zurück. Nach dem 1. Weltkrieg, während dessen
Strassburg ziemlich unversehrt bleibt, gehört das Elsass wieder
zu Frankreich. Der Region wird die französische Kultur aufgezwungen
wobei die elsässische Kultur und die vielen sozialen Errungenschaften
der vergangenen Jahre (1870-1914) vergessen werden.
Während des 2. Weltkrieges wird das Elsass wieder von Deutschland
annektiert und „germanisiert“: die französische
Sprache wird verboten, Änderung der Strassennamen und der französischen
Familiennamen. Am 23. November 1944 wird Strassburg von den Truppen
–Leclercs befreit und gehört wieder zu Frankreich. Strassburg
blüht wieder auf und die Region gehört heutzutage zu den
dynamischsten Frankreichs. Die Stadt wird als Sitz des Europarates
und der Europaparlaments gewählt.
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