Altkirch und den Sundgau

Was man heute als den Sundgau bezeichnet ist der südlichste Teil des Elsass, südlich von Mülhausen (Mulhouse). Es handelt sich um eine landwirtschaftliche, hügelige und von den Touristen ziemlich unbekannte Region. Hier können sie spazieren gehen, von Dorf zu Dorf fahren oder Wanderungen um einen der vielen angelegten Seen oder in den Hügeln des elsässischen Jura machen. Vergessen sie nicht die hiesige Spezialität, frittierter Karpfen (carpe frite) zu probieren.
Altkirch ist die Hauptstadt des Sundgaus und ein guter Ausgangspunkt um die Region zu erkunden.

parc sundgau alsace

 

Praktische infos zu Altkirch

5400 Einwohner, 13 km von Mülhausen entfernt. Parkplätze in der Innenstadt (kostenpflichtig und gratis).
Touristeninformation : 5, place Xavier Jourdain, 68 130 Altkirch

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Geschichte von Altkirch und den Sundgau

Die Region ist seit dem paleolithischen Zeitalter bewohnt. Sie wurde erst von Römern, dann von Alemannen und schliesslich von Franken kolonisiert. Seitdem gehört der Sundgau zum Herzogtum Elsass. Unter den Merovingern wird die Region von irischen Mönchen christianisiert.
Der Name Sundgau taucht im Jahre 750 auf, als das Herzogtum in zwei Grafschaften aufgeteilt wurde, den Nordgau und den Sundgau. Das Gebiet war damals aber grösser als heutzutage.
Während des 10. Jhd gehört die Region unter feudalem Regime dem Heiligen Kaiserreich an. Im 12. Jhd gehört die Region der Grafschaft Ferrette an (der Titel gehört heutzutage der Familie Grimaldi von Monaco) welche die Familie von Montbéliard bis 1324 besitzt. In dieser Zeit brechen lokal viele Konflikte aus. Im Jahre 1324 stirb Ulrich III. ohne männlichen Erben. Seine Tochter Anne bringt den Sundgau als Hochzeitsgeschenk in die österreichische Familie Habsburg mit.
Während dem 14. und 15. Jhd kennt die Region die Pest und Kriege. Es ist hauptsächlich der Dreissigjährige Krieg welcher die Region verwüstet. Die Schweden richten die Bauern hin, welche versuchten sich aufzulehnen, und vernichteten eine grosse Zahl von Bauwerken. Wie der Rest des Elsass wird die Region von Frankreich annektiert und neu bevölkert.
Vom 18. Jhd an bis heute ist das Schicksal des Sundgaus das des Elsass. Heute ist der Sundgau sehr landwirtschaftlich und wenige Industrien haben sich hier niedergelassen. Sie werden also voraussichtlich auf den Landstrassen Traktoren begegnen...

Zu Besichtigen

ALTKIRCH

Hauptstadt des Sundgaus. Beginnen sie mit ihrer Besichtigung an der place Jourdain wo sich die Touristeninformation befindet.

Gehen sie durch die rue du Général de Gaulle um zur place de la République zu gelangen. In der Mitte dieses Platzes befindet sich ein achteckiger Brunnen welcher anstelle der 1844 zerstörten Kirche steht. Das Glockentürmchen welches eine Marienstatue enthält, ist das einzige was von der Kirche übriggeblieben ist.

 

statue vierge altkirch


Gehen sie dann zur Kirche Notre-Dame, welche im Jahre 1850 im neoromanischem Stil anstelle des Schlosses gebaut wurde. In der Kirche befinden sich mehrere schöne Malereien, wie z. B. eine Kreuzigung von dem elsässischen Maler Jacques Henner.

église altkirch
Chaire eglise altkirch

 

Gehen sie die Strasse wieder in Richtung place de la République zurück.

Wenn sie rechts in die rue de la Cure einbiegen komme sie zu dem Tor von Belfort (porte de Belfort). Es handelt sich um eine der ältesten Stadttore auf welchem im Jahre 1560 erst der untere Teil des Hauses gebaut wurde und dann, nach der Erweiterung des Stadttores während des 18. Jhd wurde das Fachwerk hinzugefügt.

porte de Belfort à Altkirch


F ahren sie mit dem Auto Richtung Krankenhaus (hôpital).

 

Kirche St. Morand (Eglise Saint Morand) : Hier befindet sich die 1885 erbaute Kirche welche an Cluny (Kirchturm) und Worms (dort hat St. Morand studiert) erinnert. Das Grabdenkmal des Heiligen ist im Inneren enthalten und ist das Ziel vieler Wallfahrten. Der untere Teil des Grabes besitzt zwei Löcher, damit die von Kopfschmerz geplagten Kranken ihre Hände hineinstecken können um dem Heiligen so nah wie möglich zu sein.

 

altkirch eglise saint morand
tombeau saint morand


Fahren sie mit dem Auto Richtung Ferrette. Halten sie in den typischen Dörfern entlang der Strasse, wie z. B.:

Di Dörfen von den Sundgau :

 

> Hirtzbach : ein schön bepflanztes Dorf welches ein Schloss aus dem 18. Jhd besitzt (nicht zu besichtigen) und einem Park der letzten Eisschrank aus dem 19. Jhd des Sundgaus enthält.
La glacière de Hirtzbach

 


> Feldbach : hier steht eine wunderschöne romanische Kirche aus dem 12. Jhd welche St. Jakobus geweiht ist (der Turm stammt von 1909). Die dreischiffige Kirche besitzt einen Chor mit einer Apsis und zwei Nebenapsis. Das Innere ist nicht gewölbt und man sieht die Holzbalken (mit Aussnahme der Apsis). Die Kapitelle sind mit pflanzlichen Motiven geschmückt. Das Mittelschiff war für die Gemeindemitglieder, die Seitenteile für die Mönche reserviert. Im ersten Stock befindet sich eine Kapelle.

Intérieur de l'église de Feldbach
L'église de Feldbach dans le Sundgau


Fahren sie mit dem Auto Richtung Ferrette.

> Ferrette : als erstes wurde hier das Schloss an einem strategisch gutem Ort, am Anfang des elsässischen Jura gebaut. Sie erreichen das Schloss nach einem zwanzigminütigem, leichten Spaziergang. Von dort aus haben sie eine wunderbare Aussicht. In der Stadt befinden sich mehrere Sehenswerte Häuser, wie z. B. das 1571 im rheinischen Renaissancestil gebautem Rathaus (hôtel de ville), sowie schöne Schaufenster in der selben Strasse.

ferrette

Vue du château de Ferrette


> Fahren sie die Schleife Richtung Altkirch weiter. Auf der Fahrt kommen sie noch an anderen schönen Dörfern vorbei.

 

 

Zu Besichtigen

Altkirch und den Sundgau

Barr

Bergheim

Börsch (Boersch)

Colmar

Dambach-la-Ville

Ebersmunster

Eguisheim

Geberschweier (Gueberschwihr)

Gebweiler (Guebwiller)

Kaysersberg

Marmoutier

Murbach

Niedermorschweier (Niedermorschwihr)

Oberehnheim (Obernai)

Reichenweier (Riquewihr)

Rosheim

Schlettstadt (Sélestat)

Strassburg (Strasbourg)

Türkheim (Turckheim)

Weissenburg (Wissembourg)