Die Stadt Strassburg (Strasbourg)

Strassburg (Strasbourg) ist die Hauptstadt des Elsass und Europas. Strassburg besitz ein historisches und architektonisches Erbe welches aus der Stadt die reichste elsässische Stadt macht.

Das Stadtzentrum ist Weltkulturerbe der UNESCO. Die strassburger Museen sind auch besonders reich bestückt und interessant.

Strassburg ist natürlich unumgänglich, nicht nur wegen der Bauwerke, sondern auch um die verschiedenen Seiten des Elsass und der Elsässer kennenzulernen.

Vue de la cathédrale de Strasbourg

 

Praktische infos zum Strassburg (Strasbourg)

430 000 Einwohner (Vororte eingeschlossen). Es gibt mehrere Parkplätze im Zentrum (http://www.parcus.com), aber es ist praktischer auf einem der Park&Ride (Relais-Tram, P+R Schildern folgen) Plätze zu parken: alle Insassen des Autos erhalten 2 Strassenbahnfahrscheine für einen Gesamtpreis von ungefähr 3,50 Euro.

Touristeninformation : 17, place de la cathédrale, 67 000 Strasbourg. Website

Hotels in Strassburg (Strasbourg)

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Zu Besichtigen im Strassburg (Strasbourg)

Beginnen sie mit ihrer Besichtigung am place du corbeau (Rabenplatz).

> Der Rabenplatz und der Rabenhof (cour du corbeau): dieser Platz ist ein guter Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung. Das Restaurant „Au canon“ ist eine ehemalige Brauerei, in welcher die berühmte Biermarke Kronenbourg von Jerôme Hatt gegründet wurde.

Die Rabenbrücke (pont du corbeau) diente dazu Leute zu exekutieren welche ihre Kinder, bzw ihre Eltern umgebracht haben.

Der Verurteilte wurde in einen Käfig gesperrt und in die Ill getaucht.

Restaurant Au Canon à Strasbourg


Der Rabenhof, welcher sich hinter einer schweren Holztür befindet (Eingang Schiffsleutstaden (quai des bateliers) Nr 1), ist von dem Platz aus erreichbar. Es ist ein wunderschönes Fachwerkhaus, vielleicht das schönste in Strassburg. Vom 16. bis 19. Jhd war es eine Herberge in welcher sehr berühmte Gäste übernachtet haben : Der Fürst von Bayern, Marschall Turenne, der polnische König, der deutsche Kaiser,... Heute ist das Haus etwas vernachlässigt und unbewohnt, doch es bekommt bald seine Ursprüngliche Funktion zurück denn es wird ein Luxusrestaurant.

La cour du Corbeau


Verlassen sie den Hof und gehen sie nach rechts entlang des quai des bateliers (Schiffsleutstaden).

> Schiffsleutstaden (quai des bateliers) : Zahlreiche sehr schöne Häuser aus dem 16. bis 18. Jhd säumen diese Strasse, manche sind Fachwerkhäuser andere werden von Erkern geziert.

Maison le long du quai des bateliers à Strasbourg


Rohan Schloss (Palais des Rohan): auf der anderen Illseite; man hat eine eindrucksvolle Aussicht auf das Schloss.

Le palais des Rohan à Strasbourg

Eglise Saint Guillaume (Wilhelmer Kirche) : der ursprüngliche Bau stammt aus dem 14. Jhd, aber im Laufe der Zeit wurden mehrere Änderungen vorgenommen.

Der Turm stammt z. B. aus dem Jahre 1667. Er ist asymmetrisch und wird von einem Anker geziert, was daran erinnert das diese Kirche hauptsächlich von Schiffsleuten besucht wurde.

Falls sie Gelegenheit haben das Innere zu besichtigen, werden sie sehr schöne Fenster, einen spätgotischen Lettner und das Doppelgrabmal der Gebrüder Werd bewundern.

L'église Saint Guillaume de Strasbourg


> Pont Saint Guillaume (Wilhelms Brücke) : überqueren sie die Wilhelms Brücke von der sie einen schönen Blick auf die Paulskirche (église Saint Paul) haben, welche 1890 von den Deutschen für die Garnison gebaut wurde. Zwei 76 Meter hohe Pfeiler aus rotem Sandstein umgeben den Eingang. Sie wurde als die protestanische Kathedrale Strassburgs angesehen.

L'église Saint Paul de Strasbourg

Auf der anderen Illseite kommen sie zur place Saint Etienne.

> Place Saint Etienne : : sehr schöner mit Bäumen bepflanzter Platz der von mehreren schönen Fachwerkhäusern gesäumt wird, wie z. B. die Nummer 12, welche auf Bögen gebaut wurde durch die man zu den Geschäften gelangte, oder die Nummer 5.

Maison de la place Saint Etienne à Strasbourg
Maison de la place Saint Etienne de Strasbourg


Die Nummer 17 beherbergt das katholische Studentenheim (foyer de l’étudiant catholique, FEC), und stammt aus der Renaissance (Ende des 16. Jhd).

Maison à colombages place Saint Etienne à Strasbourg
Le FEC de Strasbourg


Gehen sie erst die rue des frères und dann eine kleine Gasse links entlang bis zur place du Marché Gayot.

> Place du Marché Gayot : es ist einer der Plätze an dem am meisten los ist, da es hier zahlreiche Bars und Restaurants gibt, welche viel von Studenten besucht werden.

La place du Marché Gayot à Strasbourg


Gehen sie durch die rue des écrivains Richtung Ill bis zum Haus von Cagliostro, an der Ecke der rue de la râpe. Dieses schöne Haus aus dem 18. Jhd wurde von dem Grafen Cagliostro bewohnt, welche in die Angelegenheit des Kolliers der Königin verwickelt war.

La maison de Cagliostro à Strasbourg
La porte de la maison de Cagliostro à Strasbourg


Gehen sie die rue de la râpe entlang bis zum Schloss der Rohan (palais des Rohan).

> Palais des Rohan : dieses wunderschöne Bauwerk aus dem 18. Jhd wurde von Bischoff Armand Gaston de Rohan-Soubise gebaut um den vorherigen bischöflichen Palast zu ersetzen. Er ist im klassischen Stil gebaut, welcher nach der Eroberung Frankreichs Mode wurde.

Le portail du palais des Rohan de Strasbourg


Sie erreichen den Innenhof indem sie durch das Portal gehen, welches die Form eines Triumphbogens hat und von Statuen geschmückt ist, die Gnade und die Religion darstellen. Links und Rechts des Innenhofes befinden sich das Verwaltungsgebäude und die benutzten Räume des Schlosses. Der Bau besteht aus zwei Etagen: die untere war für den Bischoff, die obere für seine Mitarbeiter bestimmt.

La façade du palais des Rohan de Strasbourg


Heutzutage sind in dem Schloss drei Museen untergebracht:
- Das Schloss selber in dem man die Gemächer und Prachtsäle besichtigen kann.
- Das Musée des Arts Décoratifs welches eine Sammlung von Keramiken, Goldschmiedearbeiten und Möbeln ausstellt.
- Das Musée des Beaux Arts in dem Malereien aus dem 14. bis 18. Jhd zu sehen sind.

> Das Museum des Stiftes Unserer Lieben Frau (Musée de l’Oeuvre Notre Dame) : Neben dem Schloss ist dieses Museum in einem Komplex schöner Häusern untergebracht. Das linke Haus, mit Treppengiebel, ist das ältere (14. Jhd), das rechte Haus, mit geschweiften Giebel und Treppenturm, stammt aus dem 16. Jhd. Es befinden sich noch zwei weitere Häuser aus dem 14. und 17. Jhd hinter den Giebelhäusern. Das Museum stellt eine Sammlung von Kunstwerken des Mittelalters und der Renaissance aus. Man findet hier Kirchenfenster (wie z. B. das älteste Frankreichs, der Christ von Weissenburg (Christ de Wissembourg)), viele Skulpturen des Münsters, Goldschmiedearbeiten, Malereien, Altäre und en sehr schöner Garten in welchem Arzneipflanzen angebaut wurden... Ein unumgängliches Museum.

Le musée de l'oeuvre Notre Dame de Strasbourg
Le jardin du musée de l'oeuvre Notre Dame de Strasbourg


> Place de la Cathédrale (Münsterplatz ) : um das Münster befinden sich mehrere schöne Häuser. Haus Nummer 10 stand die älteste französische Apotheke, die Hirschapotheke (pharmacie du cerf). Vor ein paar Jahren wurde sie leider geschlossen. Das aus besitz schöne Arkaden welche von Blättern und Reptilien geziert werden. An der Ecke befindet sich eine Säle aus Sandstein welche dazu diente die Wohlbeleibtheit der Stadtbürger zu messen: sie mussten zwischen der Säule und dem Hause durchgehen können.

Ancienne pharmacie de Strasbourg
Ancienne pharmacie de Strasbourg


Ihr schräg gegen über steht das wohl berühmteste strassburger Haus (die Nummer 16), das Haus Kammerzell (maison Kammerzell). Es wurde 1571 von einem Käsehersteller in einem sehr besonderen Renaissancestil gebaut. Über seinem steinernen Erdgeschoss kragen mehrere holzgeschnitzte Etagen vor. Die Skultpuren der Balken stellen heilige und weltliche Szenen dar. Am Giebel erkennt man noch den Flaschenzug mit welchem die Vorräte auf den Speicher gebracht wurden.

La maison Kammerzell de Strasbourg
La maison Kammerzell de Strasbourg


Der Münsterplatz ist besonders windig. Einer Legende nach ritt während des Münsterbaus der Teufel auf dem Wind vorbei und wunderte sich über das Bauwerk. Er hielt an um es zu besichtigen und bat sein Pferd den Wind, zu warten... Der Teufel war während seiner Besichtigung so fasziniert dass er sich von der Frühmesse hat überraschen lassen und wurde in einem Pfeiler eingeschlossen... Der Wind fegt immer noch um das Münster und wartet auf ihn...

> Das Münster (La Cathédrale) : es ist das Symbol und das architektonische Kunstwerk der Stadt. Sein Bau dauerte vom Ende des 12. Jhd bis zum 16. Jhd. Dieser Bau aus rotem Sandstein, mit seinem 142 Meter hohem Turm, war bis zm 19. Jhd das höchste religiöse Bauwerk Europas. Der Stil ist hauptsächlich gotisch auch wenn manche Teile romanisch sind.
Die riesige Fassade ist trotzdem elegant. Die schmalen Säulen schirmen die massiven Mauern ab und verleihen der Fassade daher einen Eindruck der Leichtigkeit.

Vue de la cathédrale de Strasbourg
La façade de la cathédrale de Strasbourg


Drei Portale aus dem 14. Jhd sind mit zahlreichen Skulpturengeschmückt.

Das Nordportal ist mit Statuen, der über die Laster siegenden Tugenden, geschmückt und zeigt die Kindheit Jesu.

Le portail Nord de la cathédrale de Strasbourg
Les vertues terrassant les vices à la cathédrale de Strasbourg


Der Tympanon des Hauptportals, welcher von Prophetenstatuen gesäumt wird, zeigt die Passionsgeschichte Christi.

Le portail central de la cathédrale de Strasbourg


Das Südportal stellt das Gleichnis der klugen und der törichten Jungfrauen dar. Der Tympanon zeigt das Weltgericht.

Les Vierges Folles de la cathédrale de Strasbourg


Es gibt noch zwei weitere seitliche Portale : das nördliche spätgotische Laurentiustor (portail Saint Laurent) welches das Martyrium des Heiligen Laurentius darstellt, und das südliche ältere romanische Portal, welches von drei Statuen geschmückt ist.
Die linke Statue stellt die Ecclesia dar. Sie ist der rechten Statue, der Synagoge, gegenübergestellt, welche verbundenen Augen das Heil nicht sehen können. In der Mitte steht König Salomo. Thema des anderen romanischen Bogenfeldes ist die Marienkrönung.

Le portail côté Sud de la cathédrale de Strasbourg


Das Innere des Münsters ist typisch gotisch und besitzt eine kostbare und abwechslungsreiche Dekoration.

La nef de la cathédrale de Strasbourg


Das Schiff erhebt sich auf drei Etagen und enthält eine eindrucksvolle Glasfenster. Im Nordteil stellen diese die verschiedenen Kaiser des Heiligen Reiches dar (13. Jhd), im Süden kann man Szenen aus dem Leben der Jungfrau und Jesu bewundern (14. Jhd). Die grosse Rose dient einzig der Zierde.

Vitraux de la cathédrale de Strasbourg
La rosace dela cathédrale de Strasbourg


Im südlichen Querhaus befinden sich zwei aussergewöhliche Elemente. Der Engelspfeiler (pilier des anges) wurde 1230 erbaut ist der zentrale Pfeiler des Raumes und besteht aus zwölf wunderschönen Skulpturen: die Evangelisten im unteren Geschoss, die posaunenblasenden Engel darüber, Christus mit den Engeln, welche die Leidenswerkzeuge tragen im oberen Geschoss.

Le pilier des Anges de la cathédrale de Strasbourg
Le pilier des Anges de la cathédrale de Strasbourg


Im selben Raum befindet sic die berühmte und reichverzierte astronomische Uhr (horloge astronomique). Bewegliche Figuren setzten sich zu verschiedenen Zeiten in Bewegung. Ein Engel betätigt die Glocke während ein zweiter ein Stundenglas umdreht. Mehrere Figuren, welche die verschiedenen Lebensabschnitte darstellen (vom Kind bis zum Greis), marschieren am Tod vorbei. Oben ziehen die Apostel an Christus vorbei. Diese Uhr zeigt mehr als nur die offizielle Zeit an, denn man erfährt auch die Sonnenzeit (mit einer halben Stunde Verspätung), den Tag (die Planetengottheiten zeigen den Wochentag an), den Monat, das Jahr, die Mondphase und die Position mehrere Planeten. Die ganzen Figuren setzten sich um 12h30 in Bewegung und die Besichtigung kostet zu dieser Zeit Eintritt (angemessener Preis).

L'horloge astronomique de la cathédrale de Strasbourg
Détail de l'horloge astronomique de Strasbourg


Im selben Raum werden sie eine an eine Balustrade gelehnte männliche Statue bemerken. Die Legende erzählt dass es sich um einen Konkurrenten des Architekten, welcher den Engelspfeiler entworfen hat, handelt. Er behauptete dass ein einziger Pfeiler nie ein so grosses Gewölbe stützen könnte und schwort dass er so lange warten würde bis alles einstürzen werde...

Die Krypta kann man nur geführt besichtigen. Hier sehen sie die ältesten romanischen Teile des Münsters, welche aus dem 11. Jhd stammen.

Der Chor ist erhöht ist da er über der Krypta liegt. Er ist mit Freske aus dem 19. Jhd dekoriert und in seiner Mitte befindet sich modernes Fenster, welches die Jungfrau (der das Münster geweiht ist) darstellt. Dieses Fenster ist ein Geschenk des Europarates und man erkennt in ihm die zwölf Sterne der Flagge...

Le choeur de la cathédrale de Strasbourg
Vue du choeur de la cathédrale de Strasbourg


Im nördlichen Querhaus befindet sich ein sehr schönes Werk aus dem 16. Jhd welches den –Ölberg darstellt.

Mont des oliviers à la cathédrale de Strasbourg


Die Kanzel ist ein Meisterwerk spätgotischer Steinmetzkunst. Ein halbes Hundert Statuetten stellen verschiedenste Themen dar, wie etwa die Evangelisten oder die Kreuzigung, ... An der Treppe befindet sich die Skulptur eines kleinen Hundes, welche die Gewohnheit der Prediger mit ihrem Hund zu kommen zeigt.

La chaire de la cathédrale de Strasbourg


Verlassen sie das Münster durch das Hauptportal und wenden sie sich links der rue du maroquin zu.

> Rue du Maroquin : in dieser schmale Gasse befinden sich mehrere schöne Fachwerkhäuser mit Erkern welche aus dem 16. und 17. Jhd stammen. Sie kommen zum Ferkelmarkt (place du marché aux cochons de lait).

Rue du Maroquin à Strasbourg


> Place du Marché aux Cochons de Lait (Ferkelmarkt ) : der Platz ist von schönen Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jhd gesäumt. Wenden sie sich nach rechts um zur Grossen Metzig (place des grandes boucheries) zu gelangen. Rechts sehen sie das Haus zum Strissel (Straussen) das aus dem Jahre 1565 stammt.

Maison de la place du marché aux cochons de lait de Strasbourg
Maison Zum Strissel de Strasbourg


> Place des Grandes Boucheries (Grosse Metzig ) : wie sein Name verlauten lässt, diente der Bau einst als städtischer Schlachthof. Heutzutage befindet sich hier das historische Museum, dass aber leider zur Zeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen ist. Das an der Ill gelegene Bauwerk stammt aus dem Ende des 16. Jhd. Die Metzger arbeiteten im Erdgeschoss und die Stockwerke dienten der Lagerung von Handelswaren.

Le musée historique de Strasbourg

> L’Ancienne Douane (Das Kaufhaus ) : dieses langgezogene an der Ill liegende Gebäude wurde während des 2. WK total zerstört und danach wieder neu aufgebaut. Das ursprüngliche Gebäude stammte aus dem 14. und 15. Jhd und diente der Lagerung von Zollwaren, als Handelsplatz, ... Viele Handelswaren die in Strassburg per Schiff ankamen wechselten hier den Besitzer.

L'ancienne douane de Strasbourg


Gehen sie am Kaufhaus vorbei um zum Thomasstaden (quai Saint Thomas).

> Quai Saint Thomas (Thomasstaden ) : gehen sie, an mehreren schönen Häusern vorbeikommend, den Thomasstaden hinauf. Am Ende des Stadens, wenden sie sich rechts der Thomaskirche (église Saint Thomas) zu.

Maison sur le quai Saint Thomas
Maisons sur le quai Saint Thomas

> Eglise Saint Thomas (Thomaskirche ) : Diese während des 13. und 14. Jhd aus rotem Sandstein erbaute romanische Kirche wird als die Kathedrale der Protestanten angesehen. Der romanische Westbau ist der älteste Teil der Kirche.

L'église Saint Thomas de Strasbourg


Das Schiff stammt aus dem 13. Jhd. Sie besteht aus einer Halle mit vier Bogenfeldern, welche die Besonderheit besitzt breiter als lang zu sein.

La nef de l'église Saint Thomas de Strasbourg


Im Chor befindet sich das Mausoleum für Marschall Moritz von Sachsen, welcher ein Sohn August des Starken und Heerführer Ludwig des XV. war. Er errang mehrere Siege für Frankreich. Nach seinem Tod war eine Beerdigung in der königlichen Basilika Saint Denis unmöglich: er war Ausländer, Bastard und Protestant... diese Religion war damals in ganz Frankreich verboten, ausser im Elsass. Daher wurde er hier begraben. Das grandiose Mausoleum stellt den Marschall und diverse Symbole der besiegten Länder dar (den holländischen Löwen, den Reichsadler und den englischen Leoparden).

Le mausolée du Maréchal de Saxe à Saint Thomas


Mehrere andere Grabdenkmäler sind in der ganzen Kirche zerstreut, wie z. B. der Sarkophag des Bischof Adeloch.

Pierre tombale à l'église Saint Thomas de Strasbourg


Verlassen sie die Kirche und gehen sie am Wasser entlang wieder in Richtung Klein-Frankreich (Petite-France) zurück.

> La Petite France (Klein-Frankreich ) : es handelt sich um eines der schönsten Viertel von Strassburg. Dieses Viertel gehörte einst dem Krankenhaus und hier wurden die vom „französischen Übel“ (Syphilis) befallen Kranken untergebracht. Heutzutage ist es des meistbesuchte strassburger Viertel. Wenn sie vom pont Saint Martin zur Place Zix laufen werden sie an mehreren schönen Fachwerkhäusern vorbeikommen, wobei manchen einen kleine Steg zum Wasser besitzen.

La petite Venise de Strasbourg


An der Place Zix, welche von Terrassen gesäumt wird, ist am meisten los. Am Eck steht das bekannteste Haus, das Gerberhaus (maison des tanneurs), welches von einer Galerie und einem schönen Fachwerk geziert wird.

La place Zix à Strasbourg


Gehen sie die Pflanzbadstrasse (rue du bain aux plantes) entlang, an mehreren schönen Häusern vorbei. Gehen sie durch die Mühlenstrasse (rue des moulins) und über die bewegliche Brücke (pont tournant), welche es den Booten ermöglicht hier entlang zu fahren.

Maisons rue du bain aux plantes à Strasbourg


Über die Finkwillerstrasse (rue Finkwiller) erreichen sie die gedeckten Brücken (ponts couverts).

> Ponts couverts (Gedeckte Brücken ) : es handelt um drei massive Türme die bestand einer Stadtbefestigung aus dem 13. Jhd sind. Damals waren die hölzernen Brücken gedeckt und mit Fallgattern versehen. Dieser Bau ermöglichte es zu kontrollieren wer über die Ill in die Stadt kam, da er an einem strategisch günstigen Ort steht wo sich der Fluss in Kanäle teilt. Die Türme gehörten zu den 90 Türmen welche dem Schutz der Stadt dienten. Etwa weiter steht ein vierter Turm, der Henkerturm (tour du bourreau) welcher die selbe Architektur aufweist. Die Türme haben im Laufe der Zeit auch als Gefägnis oder Quarantänezonen für Kranke gedient...

Les ponts couverts de Strasbourg


Gegenüber der gedeckten Brücken befindet sich die Schleuse (barrage Vauban).

> Le barrage Vauban : gehen sie ein paar Treppen hinauf um zur Aussichtsterrasse zu gelangen von welcher aus sie eine herrliche Aussicht geniessen können. Diese Schleuse wurde nach Plänen von Vauban während des 12. Jhd gebaut um die Befestigung der Stadt zu stärken. Die Schleuse konnte hermetisch geschlossen werden um das Hinterland zu überfluten und es den feindlichen Truppen unmöglich machen weiter vorzudringen.

Le barrage Vauban à Strasbourg


Verlassen sie die Terrasse, überqueren sie die gedeckten Brücken in Richtung Henkerturm und wenden sie sich dem Türkheimstaden (quai de Turckheim) zu. Gehen sie nacht rechts in die Lange Strasse (grand rue) und halten sie vor der Alt St. Peter Kirche (église Saint Pierre Le Vieux).

> Alt St. Peter (Eglise Saint Pierre le Vieux) : es handelt sich hier um ein gutes Beispiel der Reform. Während der Reform wurde die Kirche den Protestanten gegeben. Nach der Annektierung des Elsass, teilte Ludwig der XIV die Kirche und wies den Katholiken den Chor und den Protestanten das Schiff zu. Die katholische Hälfte ist neugotisch und stammt aus dem 19. Jhd. Da die katholischen Gläubigen zu zahlreich waren musste der Chor zerstört werden um dem heutigen Bau Platz zu lassen.

L'église Saint Pierre le Vieux de Strasbourg


Die protestantische Hälfte ist viel älter und es heisst das sie auf einer der ersten christlichen Kirche gebaut ist auch wenn der heutige Bau aus dem 14. Jhd stammt.

L'église Saint Pierre le Vieux de Strasbourg
L'église Saint Pierre le Vieux de Strasbourg


Im Inneren der protestantischen Kirche, welche selten geöffnet ist, befindet sich ein wunderschöner Lettner aus dem Jahre 1500, schöne Wandmalereien und bemalte Tafeln. In der katholischen Kirche sind bemalte Tafeln aus dem 15. Jhd zu sehen. Gehen sie nun die Lange Strasse (Grand rue) hinauf.

> Grand’Rue (Lange Strasse ) :es habdelt sich um eine der geschäftreichsten Strassen der Stadt. Auf ihrem Weg kommen sie an mehreren schönen Häusern vorbei. Nr 4 und 6 sind Fachwerkhäuser, und die von Erkern gezierten Nr 89, 101 und 120 stammen aus dem 16. Jhd.

Maisons de la Grand'Rue à Strasbourg
Maison de la Grand'Rue de Strasbourg


Am Ende der Langen Strasse wenden sie sich nacht links Richtung Kleberplatz (place Kleber).

> Place Kléber (Kleberplatz ) : der grosse Platz der Stadt welcher dem General Kleber gewidmet ist. Er starb während des ägyptischen Feldzuges Napoleons.

Der Platz wird zum Teil von Häusern aus allen erdenklichen Epochen, zum anderen von der Aubette gesäumt.

Die Aubette wurde 1770 erbaut um dort die Hauptwache unterzubringen. Im Jahre 1870 wird das Gebäude durch deutsche Bombardements zum Teil zerstört und später verädert wieder aufgebaut.

Le général Kleber

La place Kleber de Strasbourg


Gehen sie in Richtung Eisernemannplatz (place de l’homme de fer), einer der grössten Strassenbahnhaltestellen der Stadt.

> Place de l’Homme de Fer (Eisernemannplatz ) : der Name stammt von einem Geschäft welches Rüstungen verkaufte. Im ersten Stock erkennt man noch die Rüstung welche dem Platz seinen Namen verlieh. Es befindet sich hier ein Bau aus Stahl und Glas welches als Strassenbahnhaltestelle dient.

L'Homme de Fer de Strasbourg
Le tram de Strasbourg


Wenden sie sich nach rechts zur rue de la Haute Montée.

> Rue de la Haute Montée et rue de la Mésange : zwei Strassen in denen dich exquisite Boutiquen befinden. Sie kommen an schönen Häusern aus dem 19. und 20. Jhd vorbei. Am Anfang der Strasse sehen sie de hinteren, reichverzierten Teil der Aubette.

La façade de l'aubette

Rue de la Mésange à Strasbourg


Wenden sie sich nach rechts in die rue de l’église um zur Jung St. Peter Kirche (église Saint Pierre Le Jeune) zu gelangen.

> Saint Pierre le Jeune (Jung St. Peter ) : unsere bevorzugte Kirche, sehr interessant und wenig von Touristen besucht.

Unbedingt ansehen (geöffnet vom 1. April bis 31. Oktober). Ein Teil der Kirche ist romanisch aber der Hauptteil ist gotisch und stammt aus dem 14. Jhd. Während der Reform wird die Kirche protestantisch.

Aussen erkennt man das Gleichnis der klugen und der törichten Jungfrauen, wie es auch am Münster zu sehen ist.

L'église Saint Pierre le Jeune de Strasbourg


Das Schiff besteht aus fünf Bogenfeldern, nördlich befinden sich zwei, südlich nur ein Seitenschiff. Drei Kapelle wurden im Laufe der Zeit hinzugefügt. Sehr schöne Fresken zieren die Wände.

Fresque de Saint Pierre le Jeune à Strasbourg


Die Kirche besitzt ein wunderschönen Lettner aus dem 16. Jhd, über dem sich eine Silbermann Orgel aus dem Jahre 1780 befindet.

L'église Saint Pierre le Jeune


Im Chor besteht kann man Holzarbeiten aus dem 18. bewundern. Ein Kreuzgang gehört auch zu der Kirche. Der Teil des Krezganges der noch von dem ursprünglichen Bau stammt ist romanische, der übrige Teil ist gotisch.

Le cloître de Saint Pierre le Jeune à Strasbourg


Verlassen sie die Kirche und wenden sie sich nach rechts in die Blauwolkengasse (rue de la nuée bleu) Richtung Broglieplatz (place Broglie).

> Place de Broglie (Broglieplatz ) : der Platz wurde von Militärgouverneur de Broglie angelegt. Im Dezember befindet sich hier ein Teil des Weihnachtsmarktes statt. Mehrere schöne Häuser sowie die Oper und das Rathaus säumen den Platz.

Maison de la place Broglie
Maison de la place Broglie


Gehen sie durch die rue du Dôme zurück zum Münster.

> Rue du Dôme : in dieser Strasse befinden sich mehrere Herrenhäuser aus dem 17. und 18. Jhd.

Immeuble de la rue du Dôme à Strasbourg
Immeuble de la rue du Dôme à Strasbourg


Strasbourg Biegen sie rechts in die des Hallebardes ein.

> Rue des Hallebardes : eine der Strassen in der am meisten los ist. Ihr Name stammt von den Hallebardes welche im ersten Stock zu sehen sind. Mehrere schöne Häuser säumen die Strasse wobei manche von Erkern geziert werden.

Rue des hallebardes à Strasbourg
Rue des hallebardes à Strasbourg

Am Ende der Strasse biegen sie links in die Alte Fischmarktstrasse (rue du vieux marché aux poissons) ein.

> Rue du Vieux Marché aux Poissons (Alte Fischmarktstrasse ) : Hier stehen mehrere schöne Häuser doch das schönste ist jenes welches sich am Eck der Krämergasse (rue mercière) befindet und reich verziert ist. Das Haus nebenan besitzt einen schönen Erker.

Maison de la rue Mercière à Strasbourg


Überqueren sie wieder die Rabenbrücke (pont du corbeau) und wenden sie sich nach links zum Elsässischen Museum (musée alsacien).

> Le Musée Alsacien (Elsässisches Museum ) : es befindet sich in drei sehr schönen Häusern welche aus den 17. und 18. Jhd stammen und zeigt die elsässische Lebensstil, hauptsächlich dien ländlichen.

Le musée Alsacien de Strasbourg
L'enseigne du musée Alsacien de Strasbourg


Wenn man weiter den Staden entlang geht trifft man auf ein sehr schönes Haus mit Erker.

Maison du quai Saint Nicolas de Strasbourg
Maison du quai Saint Nicolas de Strasbourg

 

Die Geschichte von Strassburg (Strasbourg)

Auch wenn Kelten in dieser Region gelebt haben wird den Römern die Erbauung von Argentoratum zugeschrieben, als diese im Jahre 12 v. Chr. Ein befestigtes Lager errichten. Dieses Lager war eines derer welche zur Verteidigung gegen die Germanen gebaut wurden. Um das Lager wird die Stadt gebaut welche im Laufe der Zeit mehrmals zerstört wird. Die schlimmste Verwüstung wurde 451 von Attila veranlasst.
Die Stadt wird 496 von den Franken restauriert und Strateburgum genannt. Argentoratum ist eine der wenigen Städte der Region welche einen Bischoff hat, der die Stadt regiert.


Während des 8. und 9. Jhd blüht die Stadt auf, die Bevölkerung verdoppelt sich, eine neue Kathedrale wird gebaut und der Handel entwickelt sich unter der Regierung des Bischoffs. Neue Gemeinden bilden sich. Karl der Kahle und Ludwig der Deutsche verbünden sich 842 gegen ihren Bruder Lothar, als es um die Aufteilung des Kaiserreiches von Karl dem Grossen geht. Sie verfassen den strassburger Eid in romanischer (später französischer) und tudesker (später deutsch) Sprache. Dieses Dokument ist das älteste welches in diesen Sprachen verfasst wurde. Im Jahre 843 spricht das Abkommen von Verdun Strassburg Lothar zu. Nach seinem Tode bekommt Germanien die Stadt.

962 bekommt Strassburg das Recht auf Justiz und Münzen zu prägen.

Die Stadt entfaltet sich weiter. Eine neue Stadtmauer wird während des 12. Jhd gebaut und im nächsten Jahrhundert erweitert. Das Bürgertum, welches keinerlei Macht besitzt, möchte an der Politik teilhaben und bekommt 1214 das Recht einen Rat zu gründen und übernimmt 1262 die Herrschaft. Es folgt nun eine Zeit der Unruhe. Zwei rivalisierende Familien, die Zorns und die Mullenheims, treiben die strassburger Bürger in den Bürgerkrieg. Die Herrschaft geht nun an die Händler.

Nach dieser langen unruhigen Zeit wird während des 15. Jhd die Politik umstrukturiert : der Stadtrat stützt sich auf den Rat der 13, der 15 und der 21; ein Ammeister (Bürgermeister) wird vom Stadtrat und vier Stettmeister werden vom Adel ernannt. Es leben zu dieser Zeit mehr als 16 000 Einwohner in der Stadt. Münzen werden hier geprägt. Die Stadt erhält den Status einer freien Kaiserstadt und wird zum Fürstentum.

Die Stadt blüht auch intellektuell auf : Gutenberg erfindet die Druckkunst. Die Stadt wird zum Zentrum der Druckerei und gibt die Kunst an ganz Europa weiter. Strassburg ist ein wichtiges Zentrum des Humanismus und viele Bedeutende Persönlichkeiten kommen in die Stadt: Sebastian Brand, Jean Geiler aus Kaysersberg und –Jacques Wimpheling. Die Stadt nimmt 1524 die Reformation an und gibt den Protestanten Kirchen. Strassburg nimmt religiöse Abweichler auf und verbreitet deren Ideen durch die Druckerei. Die Stadt erreicht ihren Höhepunkt...

Aber die Kriege führen zum Verfall. Der katholische Kaiser Karl des 5 kämpft gegen die protestantischen Prinzen und deren Alliierte (Strassburg). Die Protestanten werden niedergeschlagen und die Kathedrale sowie zwei Kirchen werden an die Katholiken zurückgegeben. Die Stadt wird auch von finanziellen Problemen geplagt.

Strasbourg au XVIIème siècle


Der Dreissigjährige Krieg, europäischer Religionskrieg zwischen Protestanten und Katholiken, bricht 1618 aus. Das Elsass wird verwüstet aber Strassburg hält sich aus de Konflikt heraus. Nach Ende des Krieges, durch das Abkommen von Westphalen 1648, wird das Elsass Frankreich zugesprochen, aber Strassburg bleibt freie Kaiserstadt. Die geschwächte Stadt ist isoliert und weiss dass sie nichts von dem besiegten Kaiserreich zu erwarten hat. Als sie von den Truppen Ludwig des 14. belagert wird kapituliert die Stadt und wird französisch. Trotzdem behält sie die meissten ihrer Privilegien. Strassburg, Bastion am Rhein, ist für Frankreich strategisch wichtig und nimmt eine grosse Garnison auf.

Diese Annexion ist der Anfang einer neuen Blüte. Die Stadt wird zur Hauptstadt der Region, ihre Universität zieht grosse Namen, wie z. B. Goethe an, und das Bürgertum bereichert sich und baut schöne Häuser.

Die Revolution von 1789 wird von der Bevölkerung gut aufgenommen und die neuen Institutionen werden schnell angenommen. Trotzdem wird Strassburg während dieser Zeit von der allgemeinen Unruhe erfasst. 1792 komponiert der Hauptmann Rouget de l’Isle ein Lied für die rheinische Armee, welche zur Nationalhymne (Marseillaise) wird. Die napoleonische Ära bringt den Aufschwung wieder zurück welcher bis 1870 andauert. Deutschland annektiert das Elsass und einen Teil von Lothringen. Während der Belagerung wird die Stadt stark verwüstet. Deutschland will Strassburg zu einem Zeichen seiner Macht machen. Die Stadt wird zur Hauptstadt des Reichslandes Elsass-Lothringen erhoben. Mehrere Bauwerke werden im deutschen Viertel errichtet: die Bibliothek und der Universitätspalast, der Bahnhof, die Post, das Parlament,...

Die Stadt wird zur grossen Industriestadt, ihre Bevölkerung steigt auf das doppelte an und das intellektuelle Leben kehrt zurück. Nach dem 1. Weltkrieg, während dessen Strassburg ziemlich unversehrt bleibt, gehört das Elsass wieder zu Frankreich. Der Region wird die französische Kultur aufgezwungen wobei die elsässische Kultur und die vielen sozialen Errungenschaften der vergangenen Jahre (1870-1914) vergessen werden.

Während des 2. Weltkrieges wird das Elsass wieder von Deutschland annektiert und „germanisiert“: die französische Sprache wird verboten, Änderung der Strassennamen und der französischen Familiennamen. Am 23. November 1944 wird Strassburg von den Truppen –Leclercs befreit und gehört wieder zu Frankreich. Strassburg blüht wieder auf und die Region gehört heutzutage zu den dynamischsten Frankreichs. Die Stadt wird als Sitz des Europarates und der Europaparlaments gewählt.

 

 

Zu Besichtigen