Die Stadt Weissenburg (Wissembourg)

Weissenburg, im Norden des Elsass an der Grenze zu Deutschland gelegen, ist eine schöne Stadt, reich an Bauwerken und sehenswerten Häusern in den typischen Vierteln. Diese Stadt ist eine unumgängliche Etappe und ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den verschiedenen Dörfern der Region.

Vue du clocher de l'église Saints Pierre et Paul de Wissembourg

 

Praktische Infos für Weissenburg (Wissembourg)

8 000 Einwohner, 64 km von Strassburg (Strasbourg) entfernt. Gebührenfreier Parkplatz «Sous Préfecture» (Richtung Stadtmitte (centre ville) fahren) welcher ein guter Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung ist (neben der Kirche St Peter und Paul).

Touristeninformation (Office du tourisme) :
9, place de la République, 67160 Wissembourg.
Website

Hotels in Weissenburg (Wissembourg)

Recherche d'hôtels

Du

Au

 

Geschichte von Weissenburg (Wissembourg)

Die Anfänge der Stadt gehen bis in die Mitte des 7. Jhd zurück, als Benediktinermönche eine Abtei, St Peter und Paul, auf einer Insel der Lauter gründen. Die Abtei besitzt bald 200 km2 und bereichert sich so sehr, dass sie die reichste elsässische Abtei wird und 974 zum Fürstentum erhoben wird. Während des 10. Jhd wird eine romanische Kirche erbaut, von der heute nur noch der Glockenturm übrig ist. Während des 12. und 13. Jhd entsteht ein Dorf um die Abtei, welches sich rasch vergrössert und sich von der Herrschaft der Abtei lösen will, was mehrere Konflikte hervorruft. Die Stadt schafft es Mitglieder im Rat zu bekommen und erlebt ihre Blütezeit. Ihr Reichtum stammt von der Lakenproduktion, dem Wein und den Kastanien.

Während des 14. Jhd befreit sich die Stadt mehr und mehr von der Abtei und wird 1354 Mitglied des Zehnstädtebundes. Die Führer wollen sich nicht dem neuen Abt unterlegen. Die verschiedenen Konflikte führen im 15. Jhd zur Zerstörung der Stadt durch den pfälzischen Herzog, Alliierter der Abtei.

Die Reformation hält ihren Einzug während des 16. Jhd und erzielt einen grossen Erfolg. Danach kommen schwarze Zeiten: Bauernaufstand, Dreissigjährigerkrieg und der Durchmarsch verschiedener Armeen... Weissenburg, sowie der Rest des Elsass, wird französisch, doch bleiben der Stadt nur... 140 Einwohner.

Während der Revolution werden die Mönche aus dem Kloster vertrieben und die Güter der Abtei werden verkauft.

1870 kennt die Stadt ihre erste Schlacht, die des Geisberges, und die Niederlage Frankreichs. Nach Ende des Krieges wird das Elsass und die Stadt deutsch.
Die Stadt blüht wieder etwas auf und ihre Geschichte ist die des Elsass.

Zu Besichtigen im Weissenburg (Wissembourg)

Beginnen Sie mit der Stadtbesichtigung an der Pfarrkirche St Peter und Paul.

> Pfarrkirche St Peter und Paul (Eglise Saint Pierre et Paul) : diese sehr schöne gotische Kirche, die zweitgrösste des Elsass nach Strassburg, wurde während des 13. und 4. Jhd erbaut, genau an der Stelle der vorherigen, romanischen Kirche, von welcher nur der Glockenturm übrig ist.
Le clocher beffroi de l'église Saints Pierre et Paul de Wissembourg

Das Innere ist typisch für den gotischen Stil und das Schiff ist besonders harmonisch.

Im südlichen Querschiff befinden sich wunderschöne Fresken aus dem 14. Jhd, wie z. B. einen riesigen, 11 Meter hohen Heiligen Christopherus, welcher Christus trägt!

Fresque représentant Saint Christophe à l'église de Wissembourg

La nef de l'église Saints Pierre et Paul de Wissembourg

An der Kreuzung des Schiffes befindet sich ein grösser Leuchter, welcher eine vereinfachte Kopie des Leuchters ist welcher während der Revolution verschwunden ist. Er stellt Jerusalem mit seinen Türmen dar.

Die Fenster der Apsis gehören zu den ältesten des Elsass. Rechts befindet sich ein heiliges Grab.

Le lustre de l'église Saints Pierre et Paul de Wissembourg

Saint Sepulcre àl'église Saints Pierre et Paul de Wissembourg


Gehen Sie aus der Kirche heraus und entdecken sie den gotischen Kreuzgang, bzw den halben Kreuzgang, welcher unvollendet blieb. Manche Rosen der Bögen sind leer geblieben.

Le cloître del'église Saints Pierre et Paul de Wissembourg


Vom Kreuzgang aus gelangen Sie zur Kapelle St Peter und Paul aus dem 12. Jhd. Der Eingang befindet sich im Hofes des Kreuzganges.

Verlassen Sie den Kreuzgang und gehen Sie durch die rue du Chapitre und dann links die rue Stanislaus hinauf. Sie kommen am Hotel Stanislaus vorbei, in welchem der polnische König Stanislaus Leszczynski während seines Exils von 1719 bis 1725 gelebt hat.

L'hôtel Stanislas de Wissembourg

Gehen sie bis zum Salzhaus (Maison du Sel) weiter.

> Salzhaus (Maison du Sel) : dieses Gebäude diente erst als Krankenhaus, dann als Metzgerei bevor es zum Salzlager wurde. Im Speicher wurde Hopfen getrocknet.

La maison du sel à Wissembourg


Gehen sie durch die rue de l’Ordre Teutonique bis zum Kohlmarktplatz (place du marché aux choux).


> Place du Marché aux Choux : Haus mit sehr originellem Giebel. Gehen Sie weiter durch die rue du tribunal und rue des Dominicains.

Sie kommen an der ehemaligen Dominikanerkirche des 13. Jhd vorbei. Wenn Sie die rue Nationale weiter entlang gehen kommen Sie zum Holzapfelhaus (maison Holzapfel) aus dem 15. Jhd.

Der Name stammt von seinem Besitzer. Das Gebäude diente als Zunfthaus.

Über dem Eingang befindet sich ein Herkules (oder ein Wilder), welcher die Wappen des Österreichischen Hauses und der Stadt trägt.

Maison de la place du marché aux choux de Wissembourg

L'église des Dominicains de Wissembourg
Blason de l'Empire et de la ville de Wissembourg


Gehen Sie nun die rue de la Laine hinauf (links neben dem Holzapfelhaus). Mehrere sehenswerte Häuser säumen die Strasse.

Maisons de Wissembourg

> Am Ende der rue de la Laine, stossen Sie auf die Befestigung der Stadt, welche aus dem Jahre 1746 stammen.

Auf den breiten Mauern konnten Kanonen untergebracht werden. Rechts befindet sich der Pulverturm, welcher zur ersten Stadtmauer gehörte.

Bummeln Sie links an der Stadtmauer entlang bis Sie zum quai Anselmann gelangen.

Tour de la poudrière à Wissembourg

Les remparts de Wissembourg


> Quai Anselmann : hier befinden sich sehr schöne Herrenhäuser, wie z. B. das Haus Vogelsberger, mit seinem schönen Renaissanceportal, über welchen eine Malerei Sébastien Vogelsberger und seine Wappen darstellt.

L'immeuble Vogelsberger de Wissembourg


Gehen Sie bis zum Faubourg de Bitche zurück, welche an einem Seitenarm der Lauter liegt.

> Faubourg de Bitche : in diesem Viertel, welches während des 9. Jhd entstand, wohnten die Winzer. Deren Wahrzeichen sind noch heute an den Türen zu sehen.

Symbole des vignerons


Mehrere sehenswerte Häuser säumen den Wasserlauf.

La Lauter à Wissembourg


Das erste Haus heisst Haus des Ami Fritz (maison de l’Ami Fritz), stammt aus dem Jahre 1550, und besitzt einen schönen Erker welchen Wahrzeichen der Gerber und der Bauleute zieren. Das Haus diente als Kulisse für den Film nach dem Roman von Erckmann-Chatrian, daher der Name.

Maison de l'ami Fritz à Wissembourg


Weitere sehenswerte Häuser säumen Ihren Weg.

Maisons du faubourg de Bitche à Wissembourg

> Gehen Sie nun durch die rue du Marais.

Am Ende der Strasse können Sie den Schartenturm aus dem 14. Jhd sehen, welcher der Klostermauer angehörte.

Tour de la Schartenturm à Wissembourg

 

Das Dorf von Altenstadt

Nahe Weissenburg, entlag der D3 befindet sich das Dorf Altenstadt. Hier befindet sich eine romanische Kirche, welche zwischen dem 11. und 12. Jhd erbaut wurde und dem heiligen Ulrich geweiht ist.
L'église d'Altenstadt

L'église d'Altenstadt

Das Tympanon des Portals wird von geometrischen Formen und Tieren geziert.

Das Innere besteht aus drei Schiffen und fünf Feldern. Die Gewölbe ruhen auf viereckigen Säulen.

L'intérieur de l'église d'Altenstadt

 

Le tympan de l'église d'Altenstadt

 

 

Zu Besichtigen

Altkirch und den Sundgau

Barr

Bergheim

B÷rsch (Boersch)

Colmar

Dambach-la-Ville

Ebersmunster

Eguisheim

Geberschweier (Gueberschwihr)

Gebweiler (Guebwiller)

Kaysersberg

Marmoutier

Murbach

Niedermorschweier (Niedermorschwihr)

Oberehnheim (Obernai)

Reichenweier (Riquewihr)

Rosheim

Schlettstadt (SÚlestat)

Strassburg (Strasbourg)

TŘrkheim (Turckheim)

Weissenburg (Wissembourg)